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Therapien

Orthomolekulare Therapie

Unter dem Begriff Orthomolekulare Medizin versteht man die alternativmedizinische Methode von Linus Pauling, welche die Gesunderhaltung fördert und die Behebung von Krankheiten unterstützt.

Krankheiten entstehen durch ein biochemisches Ungleichgewicht im Körper. Nahrungsergänzungsmittel wie Mineralstoffe, Vitamine, essenzielle Fettsäuren, Amino- und weitere Vitalstoffe können dieses Ungleichgewicht beheben.

Phytotherapie TEN

Unter Phytotherapie bzw. Kräutermedizin versteht man die Lehre der Verwendung von Heilpflanzen. Diese Arzneimittel werden Phytotherapeutika genannt. Die Pflanzenheilkunde ist eine der ältesten medizinischen Therapien und man trifft sie auf allen Kontinenten und in allen Kulturen. In Europa waren es vor allem Mönche und Klosterfrauen (z.B. Hildegard von Bingen, 1098-1179) die die Heilwirkung von Pflanzen und Kräutern handschriftlich in Büchern festhielten. Paracelsus (Theophrast von Hohenheim, 1493-1541) gilt als Vater der Naturheilkunde. Unter anderem schrieb er die Signaturenlehre systemisch auf und war überzeugt davon, dass lokale Heilkräuter wirksamer sind, als Pflanzen die von weit herkommen.

In der Pflanzenheilkunde werden nur ganze Pflanzen oder Pflanzenteile wie Blüten, Blätter, Samen, Rinden und Wurzeln verwendet. Die genannten Pflanzenteile, auch Drogen genannt, werden frisch oder als Aufguss, Saft, Tinktur, Extrakt, Pulver oder ätherisches Öl therapeutisch angewandt. Die einzelnen Wirkstoffe werden nicht isoliert verwendet. Der Hauptwirkstoff bestimmt die Anwendung bzw. das Einsatzgebiet.

Isopathie

Auch die Regulationstherapie stammt aus der Alternativmedizin. Regulation steht für die Feinabstimmung des inneren Milieus, und die Regulationsfähigkeit ist die Voraussetzung zur Erhaltung des inneren Gleichgewichts. Diese Therapieform wird in der Naturheilkunde in diversen Formen verwendet, um den aus dem Gleichgewicht geratenen Organismus wieder in den Ursprungszustand zu bringen. Die körpereigenen Kräfte werden dadurch angekurbelt und das Ergebnis ist die Regulation. Unser Körper befindet sich ständig in einem Anpassungszustand und in einem Fliessgleichgewicht. Darm, Lymphsystem und Darmflora werden daher in fast jede ganzheitliche biologische Therapie miteinbezogen.

Im 19. Jahrhundert ging man in der Bakteriologie vom Monomorphismus aus. Man glaubte, dass Mikroorganismen immer in derselben Form und mit denselben Funktionen vorkommen. Ein bestimmtes Bakterium war schon immer so und wird auch immer ein bestimmtes Bakterium bleiben.

Dies führte dazu, dass für jedes Krankheitsbild der entsprechende Krankheitserreger gesucht und definiert wurde. Dadurch entstanden Virologie, Bakteriologie und Mykologie, was einerseits sehr unübersichtlich war und andererseits in der Einteilung auch immer wieder Veränderungen erfuhr.

Dem Monomorphismus gegenüber steht der Pleomorphismus. Dieser besagt, dass Mikroorganismen durchaus einem Formwandel unterliegen können und damit in der Lage sind, ihr Erscheinungsbild zu verändern ohne dabei ihre spezifische Funktion zu verlieren. Möchten wir heute ein Bakterium auf einem Nährboden weiterzüchten, ist es notwendig, alle zwei bis drei Tage einen neuen Nährboden zu benützen. Machen wir das nicht, geht die Kultur kaputt, weil sich der Nährboden durch die Stoffwechselprodukte des Bakteriums verändert und dadurch etwas Neues entsteht.

Der Begründer des Pleomorphismus war der französische Forscher A. Béchamp. Der deutsche Mikrobiologe und Zoologe Prof. G. Enderlein (1872-1968), nahm die Erkenntnisse von Béchamp auf und führte diese weiter bis zur Bakterien-Cyclogenie, welche 1925 veröffentlicht wurde.

Gemäss Enderlein beherbergen alle Säugetierzellen einen Urkeim pflanzlichen Ursprungs, den Endobionten, welcher durch die Plazenta auf den Menschen übertragen wird. Der Endobiont lebt im gesunden menschlichen Organismus in Symbiose mit dem Wirt und hat nach dessen Tod die Aufgabe, den Verwesungsprozess zu aktivieren. Während der Lebenszeit kann der Endobiont jedoch durch äussere Einflüsse, wie z.B. proteinreiche Nahrung und Übersäuerung, aber auch durch Umweltgifte und Infektionen, eine Formenumwandlung erfahren. Im veränderten Milieu durchläuft der Endobiont verschiedene Entwicklungsstufen.

Abhängig von den Umgebungsbedingungen findet eine Aufwärtsentwicklung hin zu den pathologischen Stufen der Bakterien und in Richtung der Pilze statt, welche wir aus der schulmedizinischen Bakteriologie kennen. Diese Stufen sind krankheitserregend und der Endobiont wurde somit zum Parasiten.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Entwicklung in beide Richtungen ablaufen kann, d.h. dass sowohl eine Aufwärtsentwicklung hin zu krankmachenden Formen, wie auch eine Abwärtsentwicklung zu nicht krankmachenden Stufen.

Der gesunde Körper ist somit in der Lage, höher entwickelte Formen mit niedervalenten Formen desselben Mikroorganismus zu verbinden, um im Körper ein Gleichgewicht zu erhalten.

Gründe für die Aufwärtsentwicklung des Endobionten

Die Übersäuerung

Der Körper verfügt über verschiedene Puffer im Blut, welche das Säure-Basen Verhältnis im Gleichgewicht halten. Durch die Aufnahme von säurebildenden Nahrungsmitteln werden Basen gebraucht, um die Säuren zu neutralisieren. Diese Basen werden aus dem Gewebe bezogen und es kommt zu einer Übersäuerung. So entsteht die zuerst paradox anmutende Situation, dass das Blut chronisch kranker Patienten oft eine Alkalose aufweist, während das Gewebe übersäuert ist.

Säuren sind starke Zellgifte, welche auch die in den Zellen vorhandenen Enzymsysteme schädigen. Vor allem aber begünstigt das saure Milieu die Aufwärtsentwicklung des Endobionten zu krankmachenden Formen.

Dieser Entwicklung kann entgegen gewirkt werden, indem die Zufuhr von säurebildenden Nahrungsmitteln eingeschränkt wird. Mit der Aufnahme von mehr basenhaltiger Nahrung gelingt es leider praktisch nie, eine bestehende Übersäuerung auszugleichen.

Die Übereiweissung

Eiweissreiche Nahrungsmittel enthalten Schwefel und meist auch Phosphor-Ionen. Nach dem Eiweissabbau bleiben diese Elemente in Form von Schwefel- und Phosphorsäure übrig und müssen von Calcium, Natrium und Kalium neutralisiert werden. Auch sie führen zur Übersäuerung.

Weitere Faktoren

Weitere Faktoren, welche die Aufwärtsentwicklung des Endobionten begünstigen, finden sich in der Umwelt. So können Schwermetallverbindungen, Insektizide, Pestizide und auch karzinogene Substanzen ein Ungleichgewicht bewirken und die Entstehung krankmachender Veränderungen begünstigen.

Sehr viele der heute verwendeten Antitherapien (z.B. Antirheumatika, Antibiotika, Antihistaminika, Antihelmintika, Antidepressiva, Säureblocker) führen zu einer Blockierung der Regulationssysteme und fördern dadurch die Höherentwicklung des Endobionten.

Auch psychische Komponenten sind relevant. Depressionen und andere seelische Verstimmungen beeinflussen die Selbstheilungskräfte negativ. Sie werden oft durch Milieuveränderungen verursacht und sind somit Ausdrucksform eines körperlich bedingten Leidens.

Funktionsweise der isopathischen Therapie

Ein gesunder Körper vermag höher entwickelte Formen des Endobionten durch die Verbindung mit nieder entwickelten Formen auszugleichen und dadurch unschädlich zu machen. Der kranke Organismus mit übersäuertem Gewebe hingegen vermag diese Leistung nicht mehr zu erbringen. Dies ist der Ansatzpunkt der isopathischen Therapie.

Der Begriff Isopathie kommt aus dem Griechischen. Iso bedeutet gleich und pathos bedeutet Krankheit. Damit ist die Wirkungsweise der Isopathie erklärt, denn die Krankheit wird mit demselben Erreger geheilt, durch den sie ausgelöst wurde – dies im Gegensatz zur Homöopathie, wo Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird. Es sollen nicht eine Krankheit oder deren Symptome bekämpft werden, sondern der Körper soll in seiner Regulationsfähigkeit unterstützt werden.

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